Erste Hilfe leisten – so geht es

Für viele eine Albtraum-Vorstellung: Als Ersthelfer an einen Unfall kommen

W&B/Martina Ibelherr

Jeder der in Deutschland den Führerschein gemacht hat, hat ihn einmal absolviert: Den Erste-Hilfe-Kurs. Dennoch ist es für viele die Albtraum-Vorstellung schlechthin: Man kommt als Ersthelfer an einen Unfall und weiß nicht so recht, womit man beginnen und was man tun soll.

Unsere Tipps können natürlich keinen Erste-Hilfe-Kurs und schon gar nicht praktische Übungen in Erster Hilfe und Wiederbelebungsmaßnahmen ersetzen. Sie sollen Ihnen aber einen ersten Überblick geben und eine Motivation sein, Ihre Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen.

Zahlreiche Rettungsdienstorganisationen bieten Kurse in erster Hilfe an, bei denen Sie nicht nur Wissenslücken schließen, sondern mithilfe von Puppen auch die praktische Umsetzung trainieren können. Das kann helfen, Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Denn wichtig ist im Notfall vor allem, dass Sie etwas unternehmen. Merken Sie sich daher vor allem auch die Notrufnummer 112.

Denn zu den ersten Maßnahmen gehört es, die Unfallstelle abzusichern und gegebenenfalls weitere (professionelle) Helfer zu alarmieren. Anschließend – beziehungsweise bei Anwesenheit mehrerer Helfer währenddessen – sollte falls notwendig unverzüglich mit der Wiederbelebung (Mediziner sprechen auch von Reanimation) begonnen werden.

Selbsteinschätzung ist das Eine, tatsächliches Können das Andere. 72 Prozent der Deutschen trauen sich zu, Erste Hilfe zu leisten, ergab eine Umfrage des ADAC und des Deutschen Roten Kreuzes. Befragt nach den konkreten Maßnahmen, kannte jedoch nur etwas mehr als ein Drittel die richtigen Schritte einer Wiederbelebung bei Kreislaufstillstand.

Vielleicht trägt dazu auch bei, dass die Empfehlungen in den vergangenen Jahren mehrfach geändert wurden. So raten die Leitlinien des Europäischen Rates für Wiederbelebung nicht mehr, bei bewusstlosen Personen den Puls zu kontrollieren, weil dies zu unsicher ist und nur unnötig Zeit kostet. Stattdessen soll nur die Atmung überprüft werden; wer nicht atmet, hat in aller Regel auch keinen Pulsschlag.

Geändert hat sich auch der Stellenwert der Beatmung bei Kreislaufstillstand. Die Herzdruckmassage ist immer mehr als wichtigste Ersthilfe in den Vordergrund gerückt. Dennoch gilt weiterhin: Wer dies beherrscht, soll dem Bewusstlosen nach je 30 Druckstößen zwei Atemspenden von Mund zu Mund oder Mund zu Nase geben. Wer es sich nicht zutraut oder sich ekelt, sollte aber keinesfalls auf die Herzdruckmassage verzichten. Denn der Betroffene hat noch Sauerstoff im Blut, der durch das Drücken mit dem Blut in den Körper verteilt wird.

Erste-Hilfe-Faltplan: Die wichtigsten Schritte auf einen Blick

Die wichtigsten Schritte, mit denen Sie Bewusstlosen womöglich das Leben retten, Unfallopfer aus dem Gefahrenbereich bringen und Schockpatienten helfen, finden Sie in unserem Faltplan (unten), den Sie herunterladen, ausdrucken und ständig bei sich führen können.

Einen Erste-Hilfe-Kurs ersetzt die kleine Merkhilfe jedoch nicht: Wer in der Stresssituation eines Notfalls richtig reagieren will, sollte dies immer mal wieder unter Anleitung üben.

Erste Hilfe-Faltplan zum Download 

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